Kimric Smythe of Smythe's Accordion Center in Oakland CA visits the Weltmeister accordion works in Germany. An excerpt from Steve Mobia' ...
Zeitreise zu Mallorcas kleiner Schwester
José Reyes Ferré überlegt kurz. Ob er eine Lieblings-Bar auf dieser Insel habe? Er streicht sich mit der rechten Pass on durch die grauen Stoppeln des Drei-Tage-Bartes, macht schließlich eine halbe Drehung und zeigt auf die überdachte Veranda mit den vier Tischen und dem Schankraum dahinter. "Diese da", sagt er. "Die ohne Namen. Die Bar von Cati. Weil das Bier schön kühl ist und die Schinkenbrote und die Oliven dort lecker sind. Und weil der Blick von dort aus auf diese stille Bucht unbezahlbar ist." Er grinst, denn am Ende fiel die Entscheidung leicht: Es ist die einzige Bar von Es Seaport, die einzige Versorgungsmöglichkeit für Fremde in dem 42-Einwohner-Ort zweieinhalb Bootsstunden von Palma de Mallorca, sogar die einzige auf der ganzen Insel Cabrera. Der Fischer Reyes Ferré ist häufig hier, schläft dann auf seinem Kutter, startet frühmorgens zur 24-Stunden-Fangfahrt in den fischreichen Gewässern. Fünf, sechs Monate im Jahr ist der Andalusier mit seiner achtköpfigen Besatzung unterwegs, immer im Gefolge der großen Fischschwärme des westlichen Mittelmeers. Der Cabrera-Archipel mit seinen alles in allem 17 Eilanden und der gleichnamigen Hauptinsel ist ihm inzwischen zur zweiten Heimat geworden: weil es keine Uhren gibt und irgendwer vor einer Ewigkeit die Zeit angehalten hat. Und weil Cati und ihr Vater Joan diese gemütliche Bar mit dem Blick aufs Wasser führen. Und ein bisschen auch, weil hier keiner viel redet, keiner zu viel fragt, es steadfast keine Autos und gar keine Leuchtreklame gibt, kein Hotel, nur die 30 Ranger, Naturschützer und Feuerwehrleute der Nationalpark-Behörde, dazu die immer fröhliche, dicke Krankenschwester, drei Polizisten, die Familie um Joan und seine Schafe und Wirtin Cati.